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Dieser Weg führt zur Zertifizierung als BAFA Energieberater

Ende Oktober 2014 war es amtlich: Die Zuschüsse für Vor-Ort-Beratungen durch einen (BAFA) Energieberater sollten angehoben werden. Die Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) trat zum 1. März 2015 in Kraft. Doch was wird gefördert und wie kommt ein Energieberater zur BAFA-Lizenz?

Welche Leistungen des Energieberaters werden bezuschusst?

Zunächst einmal sei die noch vergleichsweise aktuelle, neue Richtlinie kurz beleuchtet. Seit dem 1. März 2015 gibt es zwei Möglichkeiten der Bezuschussung:

  • 60 Prozent gibt es auf sogenannte „förderfähige Beratungskosten“. Beschränkt ist die Höhe der Fördersumme auf 800 Euro bzw. 1.100 Euro. 800 Euro Zuschuss gibt’s bei Ein- und Zweifamilienhäusern, 1.100 Euro bei größeren Wohneinheiten.
  • 100 Prozent Zuschuss gibt es auf sogenannte „förderfähige Beratungskosten“, wenn eine fachmännische Erläuterung des Energieberatungsberichts bei Versammlungen oder dergleichen gewünscht ist. Der Maximalbetrag liegt hier bei 500 Euro.

Die Energieberatung beziehungsweise die Umsetzungsbegleitung ist nur zuwendungsfähig, wenn diese durch einen vom BAFA zugelassenen Energieberater erfolgt. D.H. Förderung nur mit Energieberater BAFA möglich. Quelle: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energieberatung_mittelstand/index.html

„Förderfähig“ bedeutet den BAFA-Richtlinien folgend, dass das Gebäude in Deutschland steht und es vor dem 31. Januar 2002 errichtet wurde. „Förderfähig“ sind nur Wohngebäude oder solche Gebäude, die nach der Sanierungsmaßnahme als Wohngebäude genutzt werden sollen. Um eine Förderung bemühen dürfen sich Eigentümer, Mieter, Pächter, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie gemeinnützige Einrichtungen.

Neben der Regelung der Bezuschussung bringt die Richtlinie noch eine weitere Wahlmöglichkeit mit sich. Wer eine Vor-Ort-Beratung als Kunde in Anspruch nimmt, darf jetzt wählen, mit welcher Zielsetzung diese erstellt werden soll. Dabei kann der Plan sein, eine Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus aufzuzeigen oder einen Sanierungsfahrplan zu erstellen, der mehrere Einzelmaßnahmen umfasst.
Um für die Vor-Ort-Beratung Förderanträge stellen zu können, müssen sich Energieberater beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) listen lassen. (quelle: TÜV)

Wortwegweiser: BAFA

Die Energiebranche scheint sich im Dschungel der Abkürzungen recht wohlzufühlen. Die Abkürzung EnEV steht für „Energieeinsparverordnung“, das EEG bezeichnet das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ und wer muss all die Abkürzungen mit inhaltlichem Leben füllen und entsprechend beraten? Der Energieberater mit BAFA Zertifizierung. Doch da hat sich doch glatt schon wieder die nächste Abkürzung eingeschlichen. Und für was steht BAFA? BAFA ist die Kurzform für „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“. Die Bundesbehörde gehört zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, kurz BWMi, welches die Richtlinie zur höheren Bezuschussung von Vor-Ort-Leistungen angestoßen hat.

So klappt’s mit der Zertifizierung als BAFA Energieberater

Rein technisch betrachtet, kann ein Energieberater in nur zwei Schritten die sogenannte „Berateranerkennung“ für die Vor-Ort-Beratung erwirken – und so zum BAFA Energieberater werden.

1.) Auf der Homepage der BAFA gibt es einen direkt die Möglichkeit für Energieberater, die sich für die Vor-Ort-Beratung zertifizieren lassen wollen. Wer das Formular für die Richtlinie 2014 anwählt, ausfüllt, abschickt und sich damit registriert, wird online geleitet – bis zum Aktivierungslink via Mail.

2.) Mit dem Klick auf den Aktivierungslink, wird nach der Beraternummer und dem Passwort gefragt. Ausfüllen. Abspeichern. Fertig. Nun lässt sich das weitere Verfahren online unter dem Reiter „Anerkennungen“ – „Anerkennung für Vor-Ort-Beratung“ bestreiten.

Der Erwerb der Beraternummer ist der entscheidende Punkt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat vor diesem Hintergrund eine Liste der anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen herausgegeben, die der erste Schritt zur Karriere als BAFA Energieberater sind. Die folgende Auflistung bietet einen Einblick über einige Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Grundvoraussetzungen für die Zertifizierung als BAFA Energieberater sind:

  • Die HWK bildet zum Gebäudeenergieberater im Handwerk aus und ermöglicht für bereits ausgebildete Energieberater eine entsprechende BAFA Nachschulung, die speziell die Vor-Ort-Beratung in den Fokus rückt.
  • Zahlreiche Anbieter von Fernlehrgängen haben die Weiterbildung zum Energieberater im Portfolio und informieren in ihrem Informationsmaterial, welches Sie hier kostenlos und unverbindlich bestellen können, über die Details der Ausbildung.
  • Abhängig von der Region bieten auch Berufskammern wie beispielsweise die Architektenkammer Beraterlehrgänge sowie ein Update für bereits ausgebildete Energieberater an.
  • Zudem ermöglicht ein branchenspezifisches Studium wie das des Energiemanagements, oder auch der Bachelor-Studiengang Energieverfahrenstechnik und weitere Studiengänge, die sich auf das Thema Energie fokussieren, die Vorbereitung und auch Qualifizierung für die Anerkennung als BAFA Energieberater.

Ein Blick in die Praxis: So geht ein BAFA Energieberater vor

Das Gespräch mit einem gut ausgebildeten und zertifizierten BAFA Energieberater zahlt sich in jedem Fall aus. Ein Blick in die Praxis zeigt: Zunächst wird der Ist-Zustand dokumentiert. Im besten Fall kann der BAFA Energieberater dann nicht nur das Haus oder die Wohnung begutachten, sondern kann auch einen Blick in die Unterlagen des Hauses (Baugenehmigungen, Ausführungen, etc.) werfen.

Aus dieser Analyse entsteht der Energieberatungsbericht. Obgleich dieser allgemeinverständlich formuliert ist und auch praxisnahe Vorschläge bietet, kann der Energieberater auch zur Erläuterung des Berichts noch einmal vor Ort sein. Mit Vorlage eines Energieberatungsberichts ist übrigens auch der erste Schritt Richtung KfW- oder BAFA-Förderung getan, denn der Bericht ist für die Antragsstellung zwingend nötig.


Hier geht’s zu Schritt 1

Wer als Energieberater die BAFA Zertifizierung anstrebt, muss zunächst die Grundausbildung zum Energieberater machen. Wie das funktioniert und welche Ausbildungsinhalte Sie dabei erwarten, können Sie einführend in zahlreichen Artikeln hier auf diesem Portal und anschließend im Informationsmaterial der Lehrgangsanbieter nachlesen, welches Sie hier kostenlos und unverbindlich bestellen können.

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